Private Rentenversicherung Ertragsanteil

Im Jahr 2005 wurde die Besteuerung der privaten Rentenversicherung vom Gesetzgeber geändert. Demnach muss jeder seine lebenslange Rente aus der privaten Rentenversicherung mit dem sogenannten Ertragsanteil versteuern. Dabei handelt es sich beim Ertragsanteil um einen fest definierten Prozentsatz. Dieser wird im Gesetz je nach Renteneintrittsalter festgelegt. Das bedeutet, dass der Ertragsanteil vom Alter abhängt, ab welchem man die lebenslange Rente bezieht.

Auch hier stehen Ihnen die Angebote der aktuellen Testsieger zur Verfügung, damit Sie eine bedarfsgerechte Altersvorsorge erhalten können. 

Kapital- oder Rentenauszahlung der privaten Rentenversicherung?

Zum Vertragsende haben Sie bei der privaten Rentenversicherung die Wahl zwischen einer Kapital- oder einer lebenslangen Rentenauszahlung. Wenn Sie sich für die Rente entscheiden, dann winkt Ihnen lebenslang ein Steuerbonus. Hier greift das Finanzamt nur auf den Ertragsanteil zu, wobei dieser während der gesamten Rentenbezugszeit gleich bleibt. Wenn Sie sich für die Kapitalauszahlung entscheiden, dann ist der während der Laufzeit erzielte Gewinn zur Hälfte steuerpflichtig. Allerdings muss der Vertrag in diesem Fall 12 Jahre lang gelaufen sein und der Versicherte muss mindestens 62 sein.

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Betriebliche Rentenversicherung Test

Seit 2005 nur Renten aus der privaten Rentenversicherung mit Ertragsanteil versteuert

Am 01.01.2005 ist mit dem Alterseinkünftegesetz eine neue Regelung der Besteuerung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbezügen in Kraft getreten. Demnach sind die Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung im Jahre 2005 nicht mehr mit dem Ertragsanteil steuerpflichtig, sondern mit einem Besteuerungsanteil von 50 %. Auch die Renten aus der betrieblichen Altersvorsorge unterliegen seit 2005 der nachgelagerten Besteuerung und sind voll steuerpflichtig. Demzufolge werden lediglich Renten aus der privaten Rentenversicherung noch mit dem Ertragsanteil versteuert. Allerdings wurde der steuerpflichtige Ertragsanteil für diese Renten gesenkt.

„Ertragsanteile von lebenslangen Leibrenten ab 2005 im Überblick“ laut STERTIPPS

Bei Beginn der Rente vollendetes Lebensjahr des Rentenberechtigten

Ertragsanteil in %

0–1

59

2–3

58

4–5

57

6–8

56

9–10

55

11–12

54

13–14

53

15–16

52

17–18

51

19–20

50

21–22

49

23–24

48

25–26

47

27

46

28–29

45

30–31

44

32

43

33–34

42

35

41

36–37

40

38

39

39–40

38

41

37

42

36

43–44

35

45

34

46–47

33

48

32

49

31

50

30

51–52

29

53

28

54

27

55–56

26

57

25

58

24

59

23

60–61

22

62

21

63

20

64

19

65–66

18

67

17

68

16

69–70

15

71

14

72–73

13

74

12

75

11

76–77

10

78–79

9

80

8

81–82

7

83–84

6

85–87

5

88–91

4

92–93

3

94–96

2

ab 97

1

Ertragsanteil vom Alter der versicherten Person abhängig

Die lebenslange Privatrente wird mit dem Ertragsanteil besteuert. Der steuerpflichtige Ertragsanteil der Rente ist kleiner, desto älter der Versicherte beim Beginn seiner Rentenzahlung ist. So sind zu Beispiel bei einem Alter von 61 Jahren lebenslang 22 % der Rente zu versteuern. Wenn die Rente hingegen mit 63 Jahren ausbezahlt wird, dann sind 18 % dieser Rente steuerpflichtig. Mit 70 Jahren sind es lediglich 15 %.

Ertragsanteil der privaten Rentenversicherung ermitteln

Den Ertragsanteil der privaten Rentenversicherung können Sie ganz einfach auf entsprechenden Seiten online berechnen. Allerdings wird in der Rentenberechnung der Unterschied beim Besteuerungsanteil zwischen privaten und gesetzlichen Renten verdeutlicht. Der ausgerechnete Prozentsatz für den Besteuerungsanteil entspricht dem Ertragsanteil für die private Rente. Dabei erfolgen die Rentenberechnungen ohne Gewähr.

Fazit Private Rentenversicherung Ertragsanteil

Wenn Sie eine private Rentenversicherung abschließen, müssen Sie einen geringen Anteil dieser Rentenzahlung versteuern. Dieser Anteil wird als Ertragsanteil bezeichnet und ist vom Alter des Rentners abhängig. Wenn Sie die abzuführende Steuer in Bezug auf die Rente betrachten, dann werden Sie sehr bald feststellen, dass die Rente nahezu steuerfrei ist. Dafür werden die Beiträge aber aus bereits versteuerten Einnahmen aufgewendet. Die ETF Rentenversicherungen im Vergleich / Testbericht.

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Einkommensteuergesetz (EStG)
„§ 22 Arten der sonstigen Einkünfte
Sonstige Einkünfte sind
1.
Einkünfte aus wiederkehrenden Bezügen, soweit sie nicht zu den in § 2 Absatz 1 Nummer 1 bis 6 bezeichneten Einkunftsarten gehören; § 15b ist sinngemäß anzuwenden. 2Werden die Bezüge freiwillig oder auf Grund einer freiwillig begründeten Rechtspflicht oder einer gesetzlich unterhaltsberechtigten Person gewährt, so sind sie nicht dem Empfänger zuzurechnen; dem Empfänger sind dagegen zuzurechnen
a)
Bezüge, die von einer Körperschaft, Personenvereinigung oder Vermögensmasse außerhalb der Erfüllung steuerbegünstigter Zwecke im Sinne der §§ 52 bis 54 der Abgabenordnung gewährt werden, und
b)
Bezüge im Sinne des § 1 der Verordnung über die Steuerbegünstigung von Stiftungen, die an die Stelle von Familienfideikommissen getreten sind, in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 611-4-3, veröffentlichten bereinigten Fassung.
3Zu den in Satz 1 bezeichneten Einkünften gehören auch
a)
Leibrenten und andere Leistungen,
aa)
die aus den gesetzlichen Rentenversicherungen, der landwirtschaftlichen Alterskasse, den berufsständischen Versorgungseinrichtungen und aus Rentenversicherungen im Sinne des § 10 Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe b erbracht werden, soweit sie jeweils der Besteuerung unterliegen. 2Bemessungsgrundlage für den der Besteuerung unterliegenden Anteil ist der Jahresbetrag der Rente. 3Der der Besteuerung unterliegende Anteil ist nach dem Jahr des Rentenbeginns und dem in diesem Jahr maßgebenden Prozentsatz aus der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:

Jahr des
Renten-
beginns Besteuerungs-
anteil
in %
bis 2005 50
ab 2006 52
2007 54
2008 56
2009 58
2010 60
2011 62
2012 64
2013 66
2014 68
2015 70
2016 72
2017 74
2018 76
2019 78
2020 80
2021 81
2022 82
2023 83
2024 84
2025 85
2026 86
2027 87
2028 88
2029 89
2030 90
2031 91
2032 92
2033 93
2034 94
2035 95
2036 96
2037 97
2038 98
2039 99
2040 100

4Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Jahresbetrag der Rente und dem der Besteuerung unterliegenden Anteil der Rente ist der steuerfreie Teil der Rente. 5Dieser gilt ab dem Jahr, das dem Jahr des Rentenbeginns folgt, für die gesamte Laufzeit des Rentenbezugs. 6Abweichend hiervon ist der steuerfreie Teil der Rente bei einer Veränderung des Jahresbetrags der Rente in dem Verhältnis anzupassen, in dem der veränderte Jahresbetrag der Rente zum Jahresbetrag der Rente steht, der der Ermittlung des steuerfreien Teils der Rente zugrunde liegt. 7Regelmäßige Anpassungen des Jahresbetrags der Rente führen nicht zu einer Neuberechnung und bleiben bei einer Neuberechnung außer Betracht. 8Folgen nach dem 31. Dezember 2004 Renten aus derselben Versicherung einander nach, gilt für die spätere Rente Satz 3 mit der Maßgabe, dass sich der Prozentsatz nach dem Jahr richtet, das sich ergibt, wenn die Laufzeit der vorhergehenden Renten von dem Jahr des Beginns der späteren Rente abgezogen wird; der Prozentsatz kann jedoch nicht niedriger bemessen werden als der für das Jahr 2005;
bb)
die nicht solche im Sinne des Doppelbuchstaben aa sind und bei denen in den einzelnen Bezügen Einkünfte aus Erträgen des Rentenrechts enthalten sind. 2Dies gilt auf Antrag auch für Leibrenten und andere Leistungen, soweit diese auf bis zum 31. Dezember 2004 geleisteten Beiträgen beruhen, welche oberhalb des Betrags des Höchstbeitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt wurden; der Steuerpflichtige muss nachweisen, dass der Betrag des Höchstbeitrags mindestens zehn Jahre überschritten wurde; soweit hiervon im Versorgungsausgleich übertragene Rentenanwartschaften betroffen sind, gilt § 4 Absatz 1 und 2 des Versorgungsausgleichsgesetzes entsprechend. 3Als Ertrag des Rentenrechts gilt für die gesamte Dauer des Rentenbezugs der Unterschiedsbetrag zwischen dem Jahresbetrag der Rente und dem Betrag, der sich bei gleichmäßiger Verteilung des Kapitalwerts der Rente auf ihre voraussichtliche Laufzeit ergibt; dabei ist der Kapitalwert nach dieser Laufzeit zu berechnen. 4Der Ertrag des Rentenrechts (Ertragsanteil) ist aus der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:“